Gesichter und Geschichten… Das Aufschreiben von Lebenserinnerungen beginnt oft mit anregenden Erzählungen.

Eines der vielen Gesichter meiner Kindheit…!  Ich glaube meine Großmutti hatte sie genäht.

Und meine Mutter hat sie gestern aus dem Holzschuppen „ausgegraben“. Daran sehe ich, dass das kleine Buch „Kindheitsstücke“ bei ihr etwas in Gang gesetzt haben muss: Sie hat mit ihrer eigenen Form der Erinnerungsarbeit begonnen. Und das freut mich natürlich riesig!
Biographisches Erzählen wirkt ansteckend, erzählen überhaupt, wenn es zum Leben der Zuhörenden passt, regt an. Deswegen kann der gelungene Einstieg in die Biographiearbeit das Vorlesen / Erzählen allgemeinerer Geschichten sein, die zur Lebenssituation der  / des Zuhörenden passen.

Genau damit werde ich in dieser Woche in einem Altenzentrum in Stuttgart-Ost beginnen. Sehr empfehlen kann ich allen, die andere Menschen zum Erinnern und zur Verarbeitung ihrer Lebensgeschichte anregen wollen, die folgende Textsammlung von

Marion Jettenberger: Geschichten und Gedichte für die Altenpflege: Vorlesen – Begegnen – Anregen (Verlag Elsevier München 2013).

Es handelt sich um eine sensibel aufbereitete, nach Lebensthemen sortierte Sammlung von Geschichten, Fabeln, Gleichnissen und Gedichten aus verschiedenen Weltkulturen. Im einleitenden Kapitel finden sich methodische Vorüberlegungen und Erfahrungsberichte.

https://books.google.com/books/about/Geschichten_und_Gedichte_f%C3%BCr_die_Altenp.html?id=IeijMe-aAX4C

 

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