Biographie-Seminar im Hospitalhof Stuttgart am 6.4.2019

Kennen Sie dieses Gefühl: Das Leben verfliegt ganz schön rasch? Wie viel Zeit bleibt Ihnen zum Innehalten, zum Festhalten und Weitergeben Ihrer Erfahrungen?

Haben Sie schon mal daran gedacht, Ihre eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben? Vielleicht haben Sie sogar bereits mit dem Schreiben begonnen, für sich alleine oder in Schreibkursen. Dann kennen Sie womöglich auch das etwas verunsichernde Gefühl, was aus diesen ersten Texten werden soll: Wer möchte sie wohl lesen? Und in welcher Form? Es lohnt sich, das Projekt »eigene Biographie« über die ersten Schreibansätze hinauszudenken. Wenn Sie eine konkrete Vorstellung haben, kommen Sie leichter an Ihr Ziel.

Die Biographin Dr. Claudia Löschner gibt in diesem Kurs eine Übersicht über die vier Motivationen, die erfahrungsgemäß hinter allen Biographie-Projekten stehen. Sie zeigt Ihnen, wie Sie aus dieser Übersicht für sich selbst Klarheit gewinnen: Warum es für Sie interessant sein kann, die eigene Lebensgeschichte in einem (kleinen) Buch festzuhalten. Außerdem erhalten Sie Tipps, wie Sie ihr Projekt angehen können (Hinweise zum erfolgreichen Schreiben, zu Buchgestaltung sowie günstigen Publikationswegen).

Geeignet für Anfänger/innen und Fortgeschrittene.

LEITUNG: Dr. Claudia Löschner, Literaturwissenschaftlerin, Biographin, Seminarleiterin und Rednerin

KOSTENBEITRAG: 66,00 € /  60,00 € bei Buchung bis 22.03.19

KURS-NR. 191-157

KONTAKT: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 20 68 -150

Sie wollten schon lange ein eigenes Buch schreiben?

Sie wollten schon lange ein eigenes Buch schreiben?

Dann nichts wie los! Warum die Zeiten dafür nie besser waren als heute.

Die enormen Umwälzungen im Buchmarkt, die seit rund zwei Jahrzehnten viele Verlage in Bedrängnis bringen, sind für Autoren und Leser als unschätzbarer Vorteil zu werten. Heute sind Bücher bei weitem nicht mehr die Risiko- und Spekulationsprojekte, die sie einmal waren. Sie werden viel passgenauer und  damit günstiger hergestellt als noch vor wenigen Jahren und können zudem exakter an eine Zielgruppe gerichtet werden. „Publishing on Demand“ beziehungsweise „Books on Demand“ ist ein entscheidendes Schlagwort. Buch die in einzelnen Exemplaren genau dann gedruckt und ausgeliefert werden, wenn eine Bestellung eingeht, müssen nicht vorfinanziert und später such nicht eingestampft werden. Sie schonen Ressourcen und stiften eine eigene Art von Freiheit. Während in den Anfangsjahren der neuen Technologie die in diesem Verfahren hergestellten Bücher noch ein eher bescheidenes und monotones Erscheinungsbild hatten, gibt es heute mehr und mehr Möglichkeiten für eine ansprechende und differenziertere Buchausstattung “on Demand“. 

Diese Neuerungen sind ein guter Grund, das Buchprojekt, das Ihnen am Herzen liegt, endlich zu realisieren! Nach wie vor gilt das Buch als ein symbolhaftes Objekt von hohem sozialem Prestige. Und es ist noch immer ein Leit-Medium: Auf ein Buch folgen Sekundär-Publikationen wie Rezensionen, Interviews, Lesungen, Podcast-Episoden oder Blogartikel, in denen der Buch-Inhalt für die jeweilige Zielgruppe facettiert beleuchtet und seiner Eminenz noch gesteigert wird. „Autor“ und „Autorität“ sind nicht zufällig wortverwandt. Bis heute ist ein Buch eine der besten Möglichkeiten, um einen Expertenstatus aufzubauen bzw. zu belegen. 

Unübertroffen ist zudem die Intensität, mit der über ein Buch kommuniziert werden kann. Nirgend sonst kann eine Botschaft so systematisch, so differenziert, so umfassend und zugleich so persönlich vermittelt werden.  Insbesondere der emotionale Aspekt ist wirkmächtig durch die Sympathie und Nähe, die entstehen, wenn ein Autor menschlich wahrnehmbar wird. Wenn ein Autor das Visier herunterklappt und persönlich für seine Botschaft einsteht, dann werden genau jene Erfolgsprinzipen wirksam, die im Storytelling aktuell neu entdeckt werden. Durch die Überzeugungskraft einer wahrhaftigen Geschichte können Mitstreiter gewonnen, Kunden überzeugt und nicht selten sogar Familien versöhnt werden.


Neuer Biographiekurs am 02. Februar 2019 auf Schloss Solitude

Herzlich willkommen im Jahr 2019!

Herzlich willkommen im Jahr 2019!

Liebe Leser,

ich hoffe, das neue Jahr hat für Sie gut begonnen! Ich habe (oder vielmehr wir haben) eine sonnige und an einigen Tagen sehr kalte Auszeit am Vorarlberg genossen. Und ich bin erfeulich erholt in den Januar gestartet.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder mene Biographie-Seminare auf Schloss Solitude – in einer wunderbaren Umgebung und einem sehr stilvollen Ambiente.

Ich freue mich auf Sie!

Hier gelangen Sie zur Anmeldung:

https://mailchi.mp/a0550c833a5e/biographie-tagesseminar-dr-claudia-loeschner

Über die vier Motivationen beim Schreiben von Biographien

Über die vier Motivationen beim Schreiben von Biographien



Liebe Leserinnen und Leser,
Warum schreibt jemand seine eigene Biographie?
Vielleicht stöhnen Sie da jetzt innerlich auf…. Ich könnte das gut nachvollziehen, denn diese Frage ist wirklich sehr allgemein formuliert. Aber sie  mir tatsächlich immer wieder gestellt. Meistens nicht von denen, die ihre Biographie schließlich wirklich schreiben, sondern von „den Neugierigen“. Auch wenn ich die Frage nie so recht mochte, habe ich festgestellt, dass sie sehr spannend werden und dass sie dabei weiterhelfen kann, das eigene Projekt zu konzipieren. Das gilt insbesondere dann, wenn der Wunsch nach der eigenen Biographie sehr stark ist, die Umsetzung aber dennoch einfach nicht vorangeht.
Die meisten Biographie-Schreibenden folgen ihrer Intuition: Sie haben den Wunsch nach ihrer Biographie, also schreiben sie. Und das ist auch vollkommen richtig so. Dennoch höre ich immer wieder von versandeten Projekten, von vernichteten Manuskript-Ordnern und von monatelangen Schreibblockaden. Und in diesen Fällen lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Motivation(en) zu werfen.
Vortrag und Video über die vier Motivationen beim Schreiben von Biographien
Ich habe diesem Thema ein Vortrag gewidmet, den ich vor zwei Wochen in der Stadtbibliothek Stuttgart-Ost gehalten habe und den es ab heute auch als Video gibt. Nach meiner Erfahrung sind es vier Motivationen, auf die letztlich alle Biographieprojekte zurückzuführen sind. Das im Bild dargestellte Schema ist als Übersicht geeignet.

Was steckt hinter diesen vier Motivationen?
Hier gebe ich Ihnen zunächst eine Kurzfassung:

1.) Prestige / Öffentlichkeit 
Diese Motivation leitet uns, wenn wir Anerkennung suchen und uns der Öffentlichkeit (oder einem bestimmten Kreis) zeigen wollen. Und wenn wir denken, dass unsere Geschichte für andere relevant und interessant ist. (Typische Beispiele: Sensationelle Erlebnisse & Promi-Status).

2.) Wissen / Erkenntnis
Dieser Antrieb liegt vor, wenn wir in unserem Leben ein bestimmtes objektives Wissen oder eine Erkenntnis gewonnen haben, die wir „der Welt“ weitergeben wollen. (Typische Beispiele: Erfahrungsberichte, Krankengeschichten, Unternehmergeschichten, Lebens- und Erkenntniswege von „Gurus“ oder Wissenschaftlern).

3.) Nähe / Beziehung
Manchmal hat unser Buch eine/n direkten Adressaten/in: Wenn wir unsere Beziehung zu bestimmten Menschen stärken, sie trösten oder versöhnen wollen. Und wenn wir jemandem die große Bedeutung, die er/sie für uns hat, verdeutlichen wollen. (Typische Beispiele:  Ein Buch für mein Kind, Enkelkind, Partner, Nachfahren).

4.) Ich selbst werden
Hier schreibt jemand in erster Linie für sich selbst, es geht also um Ich-Suche und Identitätsklärung. Kurz, um das Bedürfnis, sich selbst besser zu verstehen. Und oft auch darum, uns zu befragen, ob wir den richtigen Weg gewählt haben und zu erkennen, wie es in Zukunft in unserem Leben weitergehen soll. In dieser Motivation liegt also auch eine Dynamik und das Potential, am eigenen zukünftigen Leben mitzuschreiben.

Wozu ist das Schema von den vier Motivationen nützlich?
Hinter jeder dieser Motivationen steht eine ganz bestimmte Auffassung davon, was es eigentlich bedeutet, seine Biographie zu schreiben. Man kann also sagen, die vier Motivationen verdeutlichen, wie breit das Thema Biographie ist. Zugleich führen sie die Widersprüchlichkeit der Auffassungen vor Augen, die oftmals gleichzeitig im Raum sind. Sie sorgen nicht selten für (innere und äußere) Konflikte, zu deren Klärung und Auflösung das Schema beitragen kann.
 
Eine ausführliche Erläuterung zu den vier Motivationen erhalten Sie im aktuellen Video-Vortrag.

Hier geht es zu dem Video.
Hier geht es zu dem im Video erwähnten Handout.
 

Über meine beiden Vorträge auf der Messe „Die besten Jahre“, am 19. und 20. November 2018 (Messe Stuttgart)

06EC4469-C434-415F-80F7-8652E8EB9BB4„Die eigene Biographie für Jedermann?“

Kurzbeschreibung:
„Haben Sie schon mal daran gedacht, Ihre eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben?
Die Biographin Dr. Claudia Löschner berichtet von Ihrer Arbeit, sie erklärt die vier Motivationen, die hinter Biographie-Projekten stehen. Und sie zeigt, warum es für jedermann wertvoll sein kann, das eigene Leben in einem (kleinen) Buch festzuhalten und weiterzugeben.
Zum Inhalt: 
Viele Menschen empfinden es als schön und wertvoll, ihre Lebenserinnerungen festzuhalten. Ebenso würden sie sich freuen, die Erinnerungen ihrer Angehörigen lesen zu können. Gemessen an dieser Aufgeschlossenheit und sogar Faszination  geschieht es jedoch recht selten, dass ein persönliches biographisches Buch entsteht, gedruckt und weitergegeben wird. Wie viele spannende und bewegende persönliche Geschichten gehen verloren, obwohl sie doch wirklich gerne lesen würden!
Woran liegt das eigentlich?
Erzählen wir denn etwa nicht mehr gerne?
Nein, das ist es sicher nicht. Nach meiner Erfahrung gibt es einige Hürden in unseren Köpfen, beschwerende Gedanken, die in sehr vielen Fällen zwischen uns und dem Aufzeichnen unserer Lebensgeschichten stehen.
Anhand einiger Beispiele werde ich zeigen, welche vier typischen Motiven dahinterstehen, wenn es uns attraktiv erscheint, unsere Biographie als  Buch weiterzugeben. Das wäre an sich noch keine Erklärung und Antwort auf die oben gestellte Frage. Vielmehr ist es so, dass diese vier Beweggründe nicht selten in unserem Innern miteinander in einen Konflikt geraten. Und dann sorgen sie nachhaltig für Verunsicherung und letztlich dafür, dass die Buch- und Schreibprojekte gar nicht erst entstehen oder aber nicht zum Abschluss kommen.
Wenn Sie meine Vorträge interessieren, schauen Sie gerne vorbei!
Hier finden Sie den Flyer mit dem gesamten Messeprogramm:

programmflyer dbj

Auswahlbibliographie zum Storytelling (Nachtrag zum SIETAR-Vortrag am 16.10.2018)

Auswahlbibliographie zum Storytelling (Nachtrag zum SIETAR-Vortrag am 16.10.2018)

Im Rahmen der sehr lebhaften Diskussion im Anschluss an meinen Vortrag „Biographien und Storytelling in der interkulturellen Kommunikation“ beim Regionalgruppentreffen Stuttgart am 16.10.2018  wurde der Wunsch nach einer Auswahlbibliographie zum Vorgetragenen laut.

Diese Auswahlbibliographie stelle ich für die Zuhörer und alle Interessierten hier gerne als PDF bereit.

Claudia Löschner Auswahlbibliographie zum Storytelling (Nachtrag zum SIETAR-Vortrag)

Claudia Löschner: Biographien und Storytelling in der interkulturellen Kommunikation

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Einladung zum Vortrag beim SIETAR, Regionalgruppe Stuttgart am 16.10.2018

Storytelling ist ein methodisches Paradigma, das derzeit in zahlreichen Arbeitsbereichen neue Impulse gibt. Im Coaching gilt es als international gut eingeführte Methode, die auch in Deutschland immer mehr Verbreitung findet.

Was ist mit „Storytelling“ gemeint?

Erzählen ist eine menschliche Universalie. Neben dem Ausdruck und der Verarbeitung menschlicher Erfahrung, haben Erzählungen eine kaum zu überschätzende strategische Bedeutung. Bereits Platon beschrieb das Potential von Geschichten für den Aufbau eines Weltbildes sowie zur Wertefundierung. Der Schlüsselfaktor von Geschichten besteht darin, dass sie archetypisch wirken: Sie speisen sich aus unserem Unbewussten, wenn wir erzählen und sie wirken auf unser Unterbewusstsein, wenn wir Geschichten wahrnehmen. So ermöglichen biographische Geschichten den Transfer impliziten Wissens und die Bewusstmachung von Erfahrungsschätzen und Erfolgen.
Claudia Löschner erläutert das Bedeutungsspektrum des Ausdrucks „Storytelling“ und gibt uns einen Einblick in die Potentiale des Storytelling in der interkulturellen Arbeit. In einer angeleiteten Partner-Übung erproben die Teilnehmerinnen/Teilnehmer am Beispiel des Erzählschemas „Heldenreise“, wie der exemplarische Blick auf eigene Lebensthemen einen stärkenden Perspektivenwechsel und Neuorientierung anregt.
Dr. Claudia Löschner ist Literaturwissenschaftlerin, Biographin und Rednerin. 2006 spezialisierte sie sich in ihrer Dissertation auf den Schwerpunkt Narratologie (Erzähltheorie), bis heute befasst sie sich auch theoretisch mit dem biographischen Erzählen. Sie verfügt über 12 Jahre Lehrerfahrung an Universitäten, seit 2017 arbeitet sie selbständig als Rednerin, Seminarleiterin und Coach für biographisches Schreiben sowie als Autorin für private Biographien.

Organisatorisches:

Dienstag, 16. Oktober
18:30 h Get-together,
18:45 h Beginn der Veranstaltung

Zentrum für Kompetenzen im Medienhaus Stuttgart, Mörikestr. 67,70199 Stuttgart

Gastgeberinnen: Monika Krause und Dr. Sabine Horst

Parkmöglichkeiten gibt es am Marienplatz: https://www.apcoa.de/parken/stuttgart/am-marienplatz/ und https://www.apcoa.de/parken/stuttgart/suedtor/ .

Anmeldung:

An der Veranstaltung können SIETAR- Mitglieder kostenfrei und Nicht-Mitglieder gegen eine Teilnehmergebühr von 10,- Euro teilnehmen.

Anmeldung über Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/sietar-regionalgruppentreffen-stuttgart-161018-tickets-50538205132?utm_term=eventurl_text

 

Biographie-Tipp: Fotobücher biographisch erweitert

Wie Sie Urlaubserinnerungen unkompliziert festhalten können

Zu diesem Thema habe ich heute ein Live-Video erstellt, das Sie hier nachsehen können. (Es ist im Social-Media-Du gehalten, ich hoffe Sie sehen mir das nach). Der Reiz der Live-Videos, dass die Zuseher fragen stellen können, gilt hier zeitversetzt. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail oder kommentieren Sie diesen Beitrag, wenn Sie Anregungen haben. Ich freue mich und antworte Ihnen auf jeden Fall!

Kurzzusammenfassung:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Das glauben ich und viele Narratologen nicht unbesehen. Denn Wort und Bild gemeinsam sagen unendlich viel mehr. Hier kommt eine Anr gung wie Sie sich das mit wenig Aufwand zunutze machen können.

Im Video gebe ich Ihnen 3 Tipps, wie Sie ein einfaches Fotobuch biographisch erweitern können. Und schon haben Sie ein kleines, überschaubares biographisches Kapitel abgeschlossen. Projekte wie dieses, die so unkompliziert sind, dass sie sehr gute Chancen haben abgeschlossen zu werden, liebe ich ganz besonders. Weil sie mich zum Weitermachen motivieren!

Viel Freude beim Erinnern an Ihren Urlaub!

Ihre

Claudia Löschner