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Biographie-Tipp: Fotobücher biographisch erweitert

Wie Sie Urlaubserinnerungen unkompliziert festhalten können

Zu diesem Thema habe ich heute ein Live-Video erstellt, das Sie hier nachsehen können. (Es ist im Social-Media-Du gehalten, ich hoffe Sie sehen mir das nach). Der Reiz der Live-Videos, dass die Zuseher fragen stellen können, gilt hier zeitversetzt. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail oder kommentieren Sie diesen Beitrag, wenn Sie Anregungen haben. Ich freue mich und antworte Ihnen auf jeden Fall!

Kurzzusammenfassung:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Das glauben ich und viele Narratologen nicht unbesehen. Denn Wort und Bild gemeinsam sagen unendlich viel mehr. Hier kommt eine Anr gung wie Sie sich das mit wenig Aufwand zunutze machen können.

Im Video gebe ich Ihnen 3 Tipps, wie Sie ein einfaches Fotobuch biographisch erweitern können. Und schon haben Sie ein kleines, überschaubares biographisches Kapitel abgeschlossen. Projekte wie dieses, die so unkompliziert sind, dass sie sehr gute Chancen haben abgeschlossen zu werden, liebe ich ganz besonders. Weil sie mich zum Weitermachen motivieren!

Viel Freude beim Erinnern an Ihren Urlaub!

Ihre

Claudia Löschner

Das Biographie-Tagesseminar – was erwartet einem da?

Eine kurze Vorstellung und Übersicht des Tagesverlaufs

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Diese im Titel  genannte Frage habe ich heute in einem Live-Beitrag auf Facebook beantwortet. Und ich stelle sie allen Interessierten hier nochmals bereit. Falls Sie gerne regelmäßige Live-Videos mit der Möglichkei,  direkt Fragen an mich zu stellen, sehen möcheten, dann folgen Sie mir einfach auf Facebook oder kommen Sie in meine Gruppe „Biographisch schreiben“. Falls Sie dort keinen Account haben haben und haben möchten, können Sie meinen Videos auch über den Blog und über Youtube (im Nachhinein, ohne den interaktiven Live-Modus) folgen.

Herzlich,

Ihre Claudia Löschner

 

 

„Meinen Alltag soll ich aufschreiben?“ Ja, unbedingt! Eine Bekräftigung

Kartoffelalltag

 

Der Alltag eines Menschen, das Gleichmaß seiner Tage und Gewohnheiten, ist zumeist das, wovon wir als Nachfahren am wenigsten wissen. Und zudem das, was wir am wenigsten recherchieren können.

Genau darum geht es mir heute erneut und im Detail. Auf meinen letzten Blog-Eintrag Wer schreibt heutzutage eigentlich seine Biographie? , indem ich diesen Standpunkt bereits entwickelte, erhielt ich eine sehr ausführliche Antwort: Sonja Richter steuerte einen Bericht über ihre eigenen Erfahrung bei der Arbeit an der Biographie ihres Großvaters bei.

Jahrelang recherchierte sie, um das Leben ihres Großvaters zusammenzutragen, viele Spuren konnte sie aufnehmen. Und doch es waren gerade die kleinen Alltag-Einzelheiten, die am Ende fehlten und dem Buch noch viel mehr persönliche Nähe und Lebendigkeit hätten verleihen können. Falls sie sich irgendwo hätten finden lassen. Doch das erwies sich in diesem Fall – durch den zeitlichem Abstand  – als unmöglich.

Daher möchte ich gern bekräftigten, was ich in meinem letzten Blogbeitrag schrieb: Unterschätzen Sie nie, wie spannend Ihr tagtägliches Leben für Ihre Nachfahren sein wird.  Kleine Episoden, alltägliche Gewohnheiten, der habituelle Umgang mit einem Gerät, die Anordnung bestimmter Dinge, fast unbewusste Rituale und oft gesagte Redensarten… All das macht unser Leben entscheidend aus. Und wenn wir uns dies bewusst machen und es aufgreifen, dann zaubert es Lebendigkeit in unser Buch.


Sonja Richter berichtet über die Arbeit an der Biographie ihres Großvaters:

„Vor dreieinhalb Jahren habe ich begonnen, über das Leben meines Großvaters zu recherchieren. Jetzt ist seine Biografie fast fertig. Ich habe allerlei Material auswerten können, vor allem seine Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg sowie Akten in verschiedenen Archiven, die seine Nazi-Vergangenheit betreffen. Ich besitze auch zahlreiche Fotos von ihm, die meisten zeigen ihn auf Gruppenfotos im Kreis seiner Verwandten, manche als Frischvermählten und als Soldat. Dazu gibt es einige Erinnerungen seiner Kinder an ihn und ganz wenige eigene Erinnerungen von mir – ich war neun, als er starb.

Dank dieser Materialien weiß ich weit mehr über ihn als über meinen anderen Großvater und meine beiden Großmütter. Doch etwas fehlt in meinem Bild von Opa: der ganz normale, unspektakuläre Alltag jenseits der Kriege. Wie war es, als er meine Oma kennen lernte? Wie war sein Leben als Ehemann und Vater? Und was hat ihn innerlich bewegt? Was bedeuteten ihm seine Frau und seine Kinder? Wie hat er die Entbehrungen und Leiden der Kriegszeit verarbeitet? Das alles festzuhalten, hat er selbst vermutlich nie für nötig gehalten. Soviel ich weiß, hat er auch nie darüber gesprochen. Doch genau das würde mich heute interessieren.

Mein Opa ist seit mehr als 40 Jahren tot und hat seine Erinnerungen mit ins Grab genommen. Wie schade! Genauso meine Oma elf Jahre später. Von ihr sind aber wenigstens zwei Tagebücher erhalten, in denen sie die ersten Lebensjahre ihrer Kinder dokumentiert und das einige Einblicke in den Familienalltag der damaligen jungen Mutter gibt. Mit welcher Begeisterung und Rührung ich darin gelesen habe!

Und dann ist da noch meine Großtante, die Malerin. Auch ihre Biografie würde ich gern schreiben. Doch gibt es außer erhaltenen Bildern und Gedichten nur wenige Erinnerungsstücke, und so gut wie nichts gibt Aufschluss über ihren Lebens- und Berufsalltag. Ich kenne nur die Ergebnisse ihres Schaffens, aber weiß nichts über den Prozess, wie ihr Atelier aussah, wann und wie sie darin gearbeitet und was sie dabei empfunden hat. Und ich kann nur erahnen, was es für sie bedeutet hat, ehe- und kinderlos geblieben zu sein, aus gesundheitlichen Gründen ihre Ausbildung zur Zeichenlehrerin abbrechen zu müssen und zeitlebens ihren Geschwistern auf der Tasche zu liegen, da sie von ihrer Malerei nicht leben konnte. Es wäre mir viel wert, das alles zu wissen. Erst das ließe mich wirklich verstehen, was für ein Mensch sie war.

Wie Claudia kann ich nur jeden dazu ermutigen, eigene Erlebnisse und Erinnerungen aufzuschreiben – oder aufschreiben zu lassen, bevor es zu spät ist. Auch wenn man glaubt, dass es ja doch niemanden interessiert – das kann sich mit der Zeit ändern. Und irgendwann ist da vielleicht eine Tochter, ein Enkel, ein Urenkel oder eine Großnichte, die überglücklich ist, wenn sie in das Leben und Denken ihrer Vorfahren eintauchen kann.“

Wilhelm Busch (1832-1908) „Lebenslauf“

Lebenslauf

Mein Lebenslauf ist bald erzählt. –

In stiller Ewigkeit verloren

Schlief ich, und nichts hat mir gefehlt,

Bis daß ich sichtbar ward geboren.

 

Was aber nun? – Auf schwachen Krücken,

Ein leichtes Bündel auf dem Rücken,

Bin ich getrost dahingeholpert,

Bin über manchen Stein gestolpert,

 

Mitunter grad, mitunter krumm,

Und schließlich mußt‘ ich mich verschnaufen.

Bedenklich rieb ich meine Glatze

Und sah mich in der Gegend um.

 

O weh! Ich war im Kreis gelaufen,

Stand wiederum am alten Platze,

Und vor mir dehnt sich lang und breit,

Wie ehedem, die Ewigkeit.


Wilhelm Busch: Sämtliche Werke und eine Auswahl der Skizzen und Germälde: Bd. 2. Herausgegeben von Rolf Hochhuth. Gütersloh 1960, S. 866.

Neue Seminarräume auf Schloss Solitude

Heute starte ich mit einem kleinen Freudenschrei!
Nach längeren Verhandlungen ist es mir nun gelungen, für meine Biographie-Seminare genau die Räumlichkeiten zu gewinnen, die ich mir schon sehr lange dafür gewünscht habe.

Es handelt sich um die historische und weltweit beachtete Schloss Solitude-Anlage von Herzog Carl Eugen (1728-1793). Im Kavaliersbau des Schlosses befindet sich ein Tagungszentrum, dessen Räume im Jahr 2017 taktvoll modern restauriert worden sind.
Das einzigartige Ambiente, die stilvolle Atmosphäre, die ruhige und waldreiche Umgebung und eine ausgezeichnete Gastronomie sprechen für sich. Auch die hervorragende Erreichbarkeit, in 15 Minuten per PKW von der Stuttgarter Innenstadt sowie die Anbindung an den ÖPNV sind wichtige Argumente.

Vor allem aber steht dieser Ort für die besondere, gehobene Stimmung, die aus meiner Sicht bei die Arbeit an der eigenen Biographie so hilfreich ist. Die „Sonntagsstimmung“, in die ein schöner Ort uns versetzt, fördert die Wertschätzung unseres eigenen Lebens mit all seinen guten und schweren Erfahrungen, die uns zu unserem heutigen „Format“ vorangebracht haben.

Zwei Biographie-Seminare sind bereits an diesem Ort bereits anberaumt:

Weitere Termine werden dort regelmäßig folgen. Auch im Literaturhaus Stuttgart (ab Winter 2018) und im eleganten Hospitalhof (ab 2019) sind Seminare und Vorträge in Vorbereitung.

Zur Anmeldung für das Biographie-Tagesseminar am 26.07.2018

Zur Anmeldung: Biographie-Wochenendseminar 11./12.08.2018

 

Wer schreibt heutzutage eigentlich seine Biographie?

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Dies ist mit Abstand die häufigste Frage, die mir als Biographin gestellt wird: „Wer macht so was eigentlich, wer lässt seine eigene Biographie schreiben?“ Die Frage hat etwas mit Verunsicherung zu tun, in ihr schwingt oft mit: „Ich bin ja weder prominent noch Narzisst, ich brauche das nicht zu tun. Und eigentlich darf ich es auch gar nicht.“

Ja, ich stimme zu. Es ist nach wie vor etwas sehr Besonderes, wenn wir „ganz normalen Menschen“ unsere Biographie hinterlassen. Oft wissen wir nicht genau, wen würde unsere Lebensgeschichte überhaupt interessieren? Wir wollen uns niemandem aufdrängen und wollen auf keinen Fall prahlerisch wirken. Aber eigentlich ist es doch wundervoll, wenn wir unsere Geschichte festhalten und weitergeben.

Was bringt es uns „Normalen“ eigentlich, unsere Biographie zu schreiben?

Mein Sohn fragte mich neulich nach meinen beiden Großmüttern. Er hat sie nicht kennengelernt, doch sieht er sich gerne Fotos an, auf denen sie ihn als Baby im Arm halten. Ich überlegte: Was weiß ich eigentlich über das Leben meiner beiden Großmütter? Ich erinnere mich gut an sie, von ihrem Lebensweg habe ich dennoch bloß eine vage Ahnung. Sie waren wohl zwei „ganz normale Frauen“. Und doch kann man nicht sagen, sie hätten ein Leben gehabt, wie alle anderen auch. Denn eigentlich gibt es diese „normalen Leben“ gar nicht. Genau wie wir Höhen und Tiefen durchleben und uns entwickeln, so hatten auch unsere Vorfahren ihren Weg. Die Angst im Krieg zum Beispiel, die Anstrengungen des Neuanfangs und jede und jeder hatte auch ganz individuelle Herausforderungen.

Für mich sind diese beiden Großmütter zweifellos einzigartig. Nur zu gerne wüsste ich, welchen Blick sie eigentlich auf ihr Leben und auf sich selbst hatten. Und welchen Blick auf andere Menschen, die ich auch kenne, zum Beispiel auf meine Eltern …

Es gilt, ein Stück Geschichte zu bewahren, denn mit jeder persönlichen Geschichte verbindet sich auch ein Stück Weltgeschichte. Wenn eine Generation verschwunden ist, gibt es keine Zeitzeugen mehr, die wir fragen könnten.

Es ist mein hauptsächliches Anliegen, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass es in einer Biographie eben nicht darum geht, sich mit einer Erfolgsgeschichte zu brüsten. Es geht auch nicht in erster Linie um die unglaublichen Anekdoten, die wir sicherlich auch ab und zu erlebt haben.

Was könnte das sein, unser „ideelles Erbe“?

Es ist gerade unser tagtägliches Leben, das so bedeutsam ist. Doch wie oft vergessen wir unseren Alltag? Er kommt uns unspektakulär vor, wir sind ja so nahe dran. In hundert oder zweihundert Jahren sieht dies ganz anders aus (und meist wird schon viel früher nach unserer Geschichte gefragt). Unsere ureigene Perspektive auf die Welt, unser Hoffen, Bangen und Sehnen, unsere Zweifel, Erfahrungen und Erkenntnisse, all dies umfasst unser „ideelles Erbe“. Können wir ahnen, wie wertvoll unsere Lebensgeschichte für unsere Kinder sein wird?
Nicht zuletzt geht es beim Schreiben unserer Biographie um die Wertschätzung unseres tagtäglichen Daseins. Wir lernen, unser „ganz normales Lebens“ als etwas sehr Besonderes zu lieben. Wir orientieren uns neu und beginnen, uns wohlzufühlen in unseren Erinnerungen. Und wir sehen mit ganz neuen Augen auf die Strecke Leben, die noch vor uns liegt, die uns plötzlich viel weniger vorbestimmt, viel freier erscheint, als wir immer dachten.

Wie geht man die eigene Biographie an?

Dieser Prozess ist so individuell wie die Menschen selbst. Drei Möglichkeiten, haben sich aber besonders bewährt:

  1. Die Biographie selber schreiben (in Seminaren, Schribgruppen & alleine)
  2. Die Biographie in Begleitung schreiben (Coaching)
  3. Die Biographie schreiben lassen (Interviews als Basis)

Ich habe Kunden in all diesen Bereichen, oftmals wechseln Kunden auch von einem Bereich in anderen. In jedem Fall gilt: Wenn es uns darum geht, unsere Werte und unsere Erfahrungen weiterzugeben, dann ist es eine passende und wundervolle Idee, uns auf den Weg zu unserer eigenen Biographie zu begeben. Der Druck eines Buches ist heutzutage sehr erschwinglich. Nie war es realistischer wie in unserer Zeit, dass man sein eigenes, fertiges Buch in Händen halten kann. Und es bleibt wohl immer ein schönes, nachhaltig beglückendes Ziel.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Dann schreiben Sie mir! info@claudia-loeschner.com 

 

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Woran ich gerade schreibe: Auszug aus der Biographie einer jungen Frau

F2CC7A62-BDDF-45D0-BA00-E6A23CC5BB41Heute möchte ich Ihnen gerne einen näheren Einblick in meine Arbeit geben. Ich teile mit Ihnen einen Auszug aus einer Biographie, die in Kürze abgeschlossen sein wird.  (Meine Kundin hat diesen Auszug für diesen Zusammenhang selbstverständlich autorisiert.) Hier lernen Sie beispielhaft meine Art zu schreiben kennen (in diesem Fall adaptiere ich die Stimme eines jungen Mädchens). Und Sie erleben meine Stimme und Art zu sprechen.

Das Buch erzählt einen wichtigen Abschnitt im Leben einer 32-jährigen Frau. Sie möchte Ereignisse aufarbeiten, die in der Zeit zwischen ihrem 15. und 22. Lebensjahr geschehen sind. „Emotionaler Missbrauch“ war ein Stichwort, mit dem sie später im Rahmen einer Psychotherapie über diese Erlebnisse konfrontiert wurde. Die Psychotherapie war der erste mutige Anlauf, den die junge Frau unternahm, um mit ihren Erlebnissen ins Reine zu kommen. Doch sie empfand diese Aufarbeitung als nur teilweise geglückt. Sie konnte nun zwar klarer und sachlicher beurteilen, was geschehen war. Aber sie sah einen entscheidenden Teil ihrer Lebensgeschichte schmerzhaft abgewertet. Denn sie selbst hatte von dieser langen und prägenden Lebensetappe für sich selbst nicht nur negative Erinnerungen zurückbehalten. Vielmehr waren viele bewegende, menschlich wichtige Momente enthalten und diese sind in ihrer Erinnerung noch immer sehr präsent. Zudem leitete daraus für sie wichtige Erkenntnisse ab, die sie gerne mit der Öffentlichkeit teilen wollte.

Daraus entstand der Wunsch nach ihrer eigenen Biographie. Insbesondere wollte die Kundin ihre Erlebnisse in aller Lebendigkeit und Differenziertheit darstellen. Ähnlich wie bei einem Roman sollten die LeserInnen in einen Sog geraten, sie sollten sich mitten in der Welt der jungen Frau empfinden und die Ereignisse und Erkenntnisse auf diese Weise besonders tief und wirkungsvoll begreifen.

Unter Pseudonym publiziert

Die erzählte Geschichte ist in mehrfacher Hinsicht brisant. Daher ist sie im persönlichen Umfeld der Kundin noch immer geheim und wird es auch bleiben. Um dennoch mit der Öffentlichkeit in Kontakt treten zu können, entschied meine Kundin, ein Pseudonym zu wählen. Ein erfundener Name steht auf dem Titelblatt, niemand erfährt, wer hier tatsächlich erzählt. Damit einher geht eine partielle Verfremdung der Geschichte – unabdingbar um alle Personen zu schützen und um die innersten Gedanken ohne Angst schildern zu können.

Entstanden ist ein sehr persönliches und bewegendes Buch von über 300 Seiten Umfang. Ich bin sehr glücklich, diese Geschichte für meine Kundin schreiben zu dürfen.

„Die Welt sieht uns auf andere Weise, in ihren Augen bist Du 15 und ich bin 47“

Das Buch erzählt lebhaft nuanciert und ohne Schwarzweißmalerei die sehr diffizile Geschichte einer ungleichen Liebe.

Kurzusammenfassung:

Charlie ist 15 und macht im Jahr 2001 ein Auslandspraktikum auf einer Farm in Irland. Ihr Gastvater ist der 32 Jahre ältere Kian. Anfangs wirkt er abweisend und rätselhaft auf sie. Und Charlie konzentriert sich ganz auf die herausfordernde neue Arbeit mit den Tieren der Farm. Nach und nach bricht das Eis, eine gegenseitige Faszination wird spürbar. Charlie bleibt viel länger in Irland als geplant. Zeit genug für den 47-jährigen Kian, die junge, tüchtige und sehr realistisch abwägende Charlie Schritt für Schritt in eine verwirrende Romanze zu verwickeln, die sie viele Jahre lang nicht mehr loslassen und die sich dramatisch zuspitzen wird.

Meine Münchner Lesung aus dieser Biographie mit dem Titel Sag niemals nie. Eine unmögliche Liebe in Irland ist als Hörbuch im Biographiezentrum erschienen.

Hören Sie hier meine Lesung aus diesem Buch, die am 19. Januar 2018 in München stattfand. Die Einleitung spricht die Biographin Andrea Richter (München).

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Sag niemals nie. Eine unmögliche Liebe in Irland.

Charlotte Kaufmann (Pseudonym) mit Dr. Claudia Löschner. Stuttgart 2018 (im Erscheinen)

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„Wie schreibe ich eine Autobiographie?“

„Wie schreibe ich eine Autobiographie?“

Diese Frage treibt viele Menschen um, die ihre Lebenserinnerungen bewahren und teilen möchten. Wertvolle Erfahrungen sollen nicht vergessen werden und die eigene Familie, Kinder, Enkel und Urenkel sollen für immer die Möglichkeit behalten, nachlesen zu können, wer Sie waren. Sie sollen erfahren können, wie Sie gelebt haben und was Sie gedacht, gewünscht und erreicht haben.

Eine umfassende Autobiographie als Buch ist eine optimale und überzeitliche Form für die Umsetzung dieses Anliegens. Und als Projekt wirft sie zugleich viele Fragen auf: Wo soll ich anfangen? Wie gestaltet man den Aufbau einer Biographie? Wie stelle ich sicher, dass alles Wichtige enthalten und dass es verständlich ist? Wie kann ich spannend schreiben, so dass mein Buch die Leser nicht langweilt, sondern gerne und mit Freude gelesen wird?

Dieses Gefühl, nicht zu wissen, wo man anfangen soll, ist mir oft begegnet. Als ich selbst vor einigen Jahren ein Buch über meine Familie schrieb erlebte ich es genauso. Und ich habe mich in der Folge sehr umfassend mit möglichen Lösungswegen auseinandergesetzt. Zehn grundlegende Ratschläge, die Ihnen das Anfangen vereinfachen können finden Sie in diesem Blogbeitrag.  Weitere Anregungen zur Frage, wie man den „großen Kraftakt“ durchstehen kann und meine meine bewährtesten Ratschläge habe ich in meinem Beitrag auf dem Blog des Biographiezentrums  zusammengefasst.

Außerdem gibt es zu diesem Thema ein Video von mir: „Der große Kraftakt“. Wie das Schreiben Ihrer eigenen Biographie leichter werden kann, das Sie sich hier ansehen können.

Die Gliederung einer Biographie

Es gibt also für all diese Fragen Handreichungen, bewährte Gliederungen und Musterlösungen, die Ihnen helfen, Ihr Ziel zu erreichen. Welche Zugangsweise genau passend ist für Sie, ist eine individuelle Frage, die wir in einem Gespräch klären können.  Ich helfe Ihnen im Rahmen einer Biographie-Begleitung mit einer konkreten Struktur, die Sie Schritt für Schritt abarbeiten können, um Ihr großes Ziel, Ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben, aus eigener Kraft und mit eigener Feder zu erreichen.

 

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‚Biografie!‘ ist das Motto von literaTurm 2018

Veranstaltungstipp

Gerne teile ich diesen Veranstaltungstipp mit Ihnen. Das Thema Biografie steht zweifellos hoch im Kurs. Diejenigen, die an Ihrer Biographie schreiben oder sich darauf vorbereiten, nehmen dies vielleicht als „Rückenwind“ und Bestärkung.  Manche von Ihnen werden auch ganz unbeeindruckt weiterschreiben, weil Sie für das eigene Projekt an und für sich nicht mehr brauchen, als den Wunsch und Ihr bevorzugtes Schreibwerkzeug.

9. Literaturfestival FrankfurtRheinMain vom 4. bis 10. Juni in Frankfurt und der Rhein-Main-Region

(ffm) Alle zwei Jahre veranstaltet die Stadt Frankfurt ein großes Literaturfestival in Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Als Konzeptfestival setzt literaTurm einen wechselnden thematischen Schwerpunkt. In diesem Jahr stehen unter dem Motto „Biografie!“ zum Buch gewordene Lebensgeschichten im Zentrum. Zwei Lesungskonzerte mit dem Ensemble Modern, mehrere Podiumsgespräche und ein Filmabend runden das Programm ab. Insgesamt finden 44 Veranstaltungen mit rund 100 Autoren, Wissenschaftlern, Journalisten und Musikern statt. Der Frankfurter OpernTurm bleibt ein zentraler Veranstaltungsort.

Vom 4. bis 10. Juni veranstaltet das Kulturamt Frankfurt zum neunten Mal das Literaturfestival literaTurm. Unter dem Motto „Biografie!“ präsentiert das Festival in diesem Jahr die verschiedenen Formen des Erzählens von Lebensgeschichten: als Sachbuch zu historischen Figuren, als Autobiografie oder autobiografisch grundierter Roman oder als Künstlerroman. Podiumsgespräche, wie zum 200. Geburtstag von Karl Marx oder dem Jubiläum von 1968, ein von literaTurm in Auftrag gegebenes Lesungskonzert mit Felicitas Hoppe und Iris ter Schiphorst, interpretiert vom Ensemble Modern und ein Abend zu georgischer Literatur begleiten das Programm. Insgesamt 81 Schriftsteller, Wissenschaftler und Journalisten diskutieren und untersuchen im Rahmen des Festivals die verschieden Spielarten biografischen Schreibens.

Kulturdezernentin Ina Hartwig unterstreicht die Bedeutung von literaTurm als bundesweit einmaliges Konzeptfestival und betont seine Stadt und Region verbindende Kraft: „Als Festival, das sowohl in Frankfurter Türmen als auch an ausgewählten Orten der Region wie in Wiesbaden, Offenbach, Bad Soden, Hanau und Oestrich-Winkel stattfindet, festigt literaTurm das gemeinsame Selbstverständnis der Rhein-Main-Region als ein kulturelles Kraftzentrum. Mit seinem diesjährigen Motto ‚Biografie!‘ greift das Festival Fragen im Spannungsfeld von Herkunft, individueller Lebensgeschichte und Identität auf, die gerade angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen von großer Bedeutung sind.“

Festivalleiterin Sonja Vandenrath ergänzt: „Biografien erleben eine Renaissance. Sie heben ein Einzelschicksal heraus, das über das rein Individuelle hinausweist. Das kann ein Zeitalter, ein Werk oder auch ein Menschheitsverbrechen sein. Ob die Lebenswege wirklich so waren, spielt bei Biografien weniger eine Rolle als die Frage, wie gut sie erzählt sind. Das gilt umso mehr für ein Literaturfestival wie literaTurm, das im biografischen Schreiben das Literarische sucht. Imagination und Erzählfluss verbindet die in diesem Jahr vorgestellten Biografien mit autobiografisch grundierten Romane und den Künstlerromanen. Wie noch nie zuvor bewegt sich literaTurm 2018 im Zwischenreich der Fakten und Fiktionen.“

Zu den Höhepunkten des Festivals zählt die Eröffnungsveranstaltung im Dominikanerkloster mit der Uraufführung eines Lesungskonzertes, das die Schriftstellerin Felicitas Hoppe und die Komponistin Iris ter Schiphorst konzipiert haben. Die Auftragskomposition für literaTurm 2018 wird vom Ensemble Modern aufgeführt. Weitere Höhepunkte sind Veranstaltungen mit Karl Heinz Bohrer, Eva Demski, Durs Grünbein, Jakob Hein, Dominique Horwitz, Lamya Kaddor, Ijoma Mangold, Anthony McCarten, Klaus Modick, Ralf Rothmann, Barbara Stollberg-Rilinger, Linn Ullmann, Josef Winkler sowie Martin Walser zusammen mit Jakob Augstein.

Seinem Anspruch als kuratiertes Konzeptfestival wird literaTurm erneut mit einer Reihe von hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen gerecht: anlässlich des Karl Marx-Jubiläumsjahr sprechen die Biographen Jürgen Neffe, Eva Weissweiler und Uwe Wittstock über seine Person und sein Werk (6. Juni). An die 68er-Bewegung, ihre Erfolge und die gemeinsamen Jahre mit dem politischen Aktivisten Rudi Dutschke erinnert der Abend mit dessen Weggefährten Gretchen Dutschke und Milan Horáček im Gespräch mit dem Politologen Wolfgang Kraushaar (10. Juni).

Zum neuen Schwerpunkt Sachbuch sind im Programm etwa neuere Biografien zu Ludwig van Beethoven, Helmut Kohl, Helmut Schmidt, Claude Lévi-Strauss und Kaiserin Maria Theresia vertreten. Ein Filmabend rundet das Festivalprogramm ab und zeigt den Werdegang der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson in „A Quiet Passion“ von Terence Davies (2016).

Ein Großteil der Veranstaltungen findet auch in diesem Jahr wieder in den namensgebenden Türmen statt. Dazu zählen der OpernTurm und die nahe gelegene ODDO BHF-Bank. Neu hinzugekommen ist der ebenfalls an der Bockenheimer Landstraße gelegene Büroturm Westend-Duo. In Frankfurt sind darüber hinaus das Archäologische Museum, die Mensa der Städelschule, das Dominikanerkloster, das Haus der Deutschen Ensemble Akademie, das Freie Deutsche Hochstift, das Hessische Literaturforum im Mousonturm, das Literaturhaus, das Filmmuseum, das Haus am Dom, die Evangelische Akademie Frankfurt, das Diakoniezentrum WESER5 und der Kuhhirtenturm Lesungsorte. Außerhalb Frankfurts finden zudem Veranstaltungen in Bad Soden, Bad Vilbel, Darmstadt, Eppstein, Hanau, Hochheim, Oberursel, Offenbach, Oestrich-Winkel und Wiesbaden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern statt. Sie werden ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

literaTurm wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie zahlreiche Raumsponsoren und Kooperationspartnern. Unter http://www.literaturm.de sind alle Informationen zu den Veranstaltungen und Mitwirkenden abrufbar. Das Festival wird auf in den sozialen Medien mit dem Hashtag #literaturm2018 kommuniziert.

 

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