Blog

Über die vier Motivationen beim Schreiben von Biographien

Über die vier Motivationen beim Schreiben von Biographien



Liebe Leserinnen und Leser,
Warum schreibt jemand seine eigene Biographie?
Vielleicht stöhnen Sie da jetzt innerlich auf…. Ich könnte das gut nachvollziehen, denn diese Frage ist wirklich sehr allgemein formuliert. Aber sie  mir tatsächlich immer wieder gestellt. Meistens nicht von denen, die ihre Biographie schließlich wirklich schreiben, sondern von „den Neugierigen“. Auch wenn ich die Frage nie so recht mochte, habe ich festgestellt, dass sie sehr spannend werden und dass sie dabei weiterhelfen kann, das eigene Projekt zu konzipieren. Das gilt insbesondere dann, wenn der Wunsch nach der eigenen Biographie sehr stark ist, die Umsetzung aber dennoch einfach nicht vorangeht.
Die meisten Biographie-Schreibenden folgen ihrer Intuition: Sie haben den Wunsch nach ihrer Biographie, also schreiben sie. Und das ist auch vollkommen richtig so. Dennoch höre ich immer wieder von versandeten Projekten, von vernichteten Manuskript-Ordnern und von monatelangen Schreibblockaden. Und in diesen Fällen lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Motivation(en) zu werfen.
Vortrag und Video über die vier Motivationen beim Schreiben von Biographien
Ich habe diesem Thema ein Vortrag gewidmet, den ich vor zwei Wochen in der Stadtbibliothek Stuttgart-Ost gehalten habe und den es ab heute auch als Video gibt. Nach meiner Erfahrung sind es vier Motivationen, auf die letztlich alle Biographieprojekte zurückzuführen sind. Das im Bild dargestellte Schema ist als Übersicht geeignet.

Was steckt hinter diesen vier Motivationen?
Hier gebe ich Ihnen zunächst eine Kurzfassung:

1.) Prestige / Öffentlichkeit 
Diese Motivation leitet uns, wenn wir Anerkennung suchen und uns der Öffentlichkeit (oder einem bestimmten Kreis) zeigen wollen. Und wenn wir denken, dass unsere Geschichte für andere relevant und interessant ist. (Typische Beispiele: Sensationelle Erlebnisse & Promi-Status).

2.) Wissen / Erkenntnis
Dieser Antrieb liegt vor, wenn wir in unserem Leben ein bestimmtes objektives Wissen oder eine Erkenntnis gewonnen haben, die wir „der Welt“ weitergeben wollen. (Typische Beispiele: Erfahrungsberichte, Krankengeschichten, Unternehmergeschichten, Lebens- und Erkenntniswege von „Gurus“ oder Wissenschaftlern).

3.) Nähe / Beziehung
Manchmal hat unser Buch eine/n direkten Adressaten/in: Wenn wir unsere Beziehung zu bestimmten Menschen stärken, sie trösten oder versöhnen wollen. Und wenn wir jemandem die große Bedeutung, die er/sie für uns hat, verdeutlichen wollen. (Typische Beispiele:  Ein Buch für mein Kind, Enkelkind, Partner, Nachfahren).

4.) Ich selbst werden
Hier schreibt jemand in erster Linie für sich selbst, es geht also um Ich-Suche und Identitätsklärung. Kurz, um das Bedürfnis, sich selbst besser zu verstehen. Und oft auch darum, uns zu befragen, ob wir den richtigen Weg gewählt haben und zu erkennen, wie es in Zukunft in unserem Leben weitergehen soll. In dieser Motivation liegt also auch eine Dynamik und das Potential, am eigenen zukünftigen Leben mitzuschreiben.

Wozu ist das Schema von den vier Motivationen nützlich?
Hinter jeder dieser Motivationen steht eine ganz bestimmte Auffassung davon, was es eigentlich bedeutet, seine Biographie zu schreiben. Man kann also sagen, die vier Motivationen verdeutlichen, wie breit das Thema Biographie ist. Zugleich führen sie die Widersprüchlichkeit der Auffassungen vor Augen, die oftmals gleichzeitig im Raum sind. Sie sorgen nicht selten für (innere und äußere) Konflikte, zu deren Klärung und Auflösung das Schema beitragen kann.
 
Eine ausführliche Erläuterung zu den vier Motivationen erhalten Sie im aktuellen Video-Vortrag.

Hier geht es zu dem Video.
Hier geht es zu dem im Video erwähnten Handout.
 

Über meine beiden Vorträge auf der Messe „Die besten Jahre“, am 19. und 20. November 2018 (Messe Stuttgart)

06EC4469-C434-415F-80F7-8652E8EB9BB4„Die eigene Biographie für Jedermann?“

Kurzbeschreibung:
„Haben Sie schon mal daran gedacht, Ihre eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben?
Die Biographin Dr. Claudia Löschner berichtet von Ihrer Arbeit, sie erklärt die vier Motivationen, die hinter Biographie-Projekten stehen. Und sie zeigt, warum es für jedermann wertvoll sein kann, das eigene Leben in einem (kleinen) Buch festzuhalten und weiterzugeben.
Zum Inhalt: 
Viele Menschen empfinden es als schön und wertvoll, ihre Lebenserinnerungen festzuhalten. Ebenso würden sie sich freuen, die Erinnerungen ihrer Angehörigen lesen zu können. Gemessen an dieser Aufgeschlossenheit und sogar Faszination  geschieht es jedoch recht selten, dass ein persönliches biographisches Buch entsteht, gedruckt und weitergegeben wird. Wie viele spannende und bewegende persönliche Geschichten gehen verloren, obwohl sie doch wirklich gerne lesen würden!
Woran liegt das eigentlich?
Erzählen wir denn etwa nicht mehr gerne?
Nein, das ist es sicher nicht. Nach meiner Erfahrung gibt es einige Hürden in unseren Köpfen, beschwerende Gedanken, die in sehr vielen Fällen zwischen uns und dem Aufzeichnen unserer Lebensgeschichten stehen.
Anhand einiger Beispiele werde ich zeigen, welche vier typischen Motiven dahinterstehen, wenn es uns attraktiv erscheint, unsere Biographie als  Buch weiterzugeben. Das wäre an sich noch keine Erklärung und Antwort auf die oben gestellte Frage. Vielmehr ist es so, dass diese vier Beweggründe nicht selten in unserem Innern miteinander in einen Konflikt geraten. Und dann sorgen sie nachhaltig für Verunsicherung und letztlich dafür, dass die Buch- und Schreibprojekte gar nicht erst entstehen oder aber nicht zum Abschluss kommen.
Wenn Sie meine Vorträge interessieren, schauen Sie gerne vorbei!
Hier finden Sie den Flyer mit dem gesamten Messeprogramm:

programmflyer dbj

Auswahlbibliographie zum Storytelling (Nachtrag zum SIETAR-Vortrag am 16.10.2018)

Auswahlbibliographie zum Storytelling (Nachtrag zum SIETAR-Vortrag am 16.10.2018)

Im Rahmen der sehr lebhaften Diskussion im Anschluss an meinen Vortrag „Biographien und Storytelling in der interkulturellen Kommunikation“ beim Regionalgruppentreffen Stuttgart am 16.10.2018  wurde der Wunsch nach einer Auswahlbibliographie zum Vorgetragenen laut.

Diese Auswahlbibliographie stelle ich für die Zuhörer und alle Interessierten hier gerne als PDF bereit.

Claudia Löschner Auswahlbibliographie zum Storytelling (Nachtrag zum SIETAR-Vortrag)

Claudia Löschner: Biographien und Storytelling in der interkulturellen Kommunikation

EC8708D2-B6F6-4778-8E88-8F2DB9473C1D.png

Einladung zum Vortrag beim SIETAR, Regionalgruppe Stuttgart am 16.10.2018

Storytelling ist ein methodisches Paradigma, das derzeit in zahlreichen Arbeitsbereichen neue Impulse gibt. Im Coaching gilt es als international gut eingeführte Methode, die auch in Deutschland immer mehr Verbreitung findet.

Was ist mit „Storytelling“ gemeint?

Erzählen ist eine menschliche Universalie. Neben dem Ausdruck und der Verarbeitung menschlicher Erfahrung, haben Erzählungen eine kaum zu überschätzende strategische Bedeutung. Bereits Platon beschrieb das Potential von Geschichten für den Aufbau eines Weltbildes sowie zur Wertefundierung. Der Schlüsselfaktor von Geschichten besteht darin, dass sie archetypisch wirken: Sie speisen sich aus unserem Unbewussten, wenn wir erzählen und sie wirken auf unser Unterbewusstsein, wenn wir Geschichten wahrnehmen. So ermöglichen biographische Geschichten den Transfer impliziten Wissens und die Bewusstmachung von Erfahrungsschätzen und Erfolgen.
Claudia Löschner erläutert das Bedeutungsspektrum des Ausdrucks „Storytelling“ und gibt uns einen Einblick in die Potentiale des Storytelling in der interkulturellen Arbeit. In einer angeleiteten Partner-Übung erproben die Teilnehmerinnen/Teilnehmer am Beispiel des Erzählschemas „Heldenreise“, wie der exemplarische Blick auf eigene Lebensthemen einen stärkenden Perspektivenwechsel und Neuorientierung anregt.
Dr. Claudia Löschner ist Literaturwissenschaftlerin, Biographin und Rednerin. 2006 spezialisierte sie sich in ihrer Dissertation auf den Schwerpunkt Narratologie (Erzähltheorie), bis heute befasst sie sich auch theoretisch mit dem biographischen Erzählen. Sie verfügt über 12 Jahre Lehrerfahrung an Universitäten, seit 2017 arbeitet sie selbständig als Rednerin, Seminarleiterin und Coach für biographisches Schreiben sowie als Autorin für private Biographien.

Organisatorisches:

Dienstag, 16. Oktober
18:30 h Get-together,
18:45 h Beginn der Veranstaltung

Zentrum für Kompetenzen im Medienhaus Stuttgart, Mörikestr. 67,70199 Stuttgart

Gastgeberinnen: Monika Krause und Dr. Sabine Horst

Parkmöglichkeiten gibt es am Marienplatz: https://www.apcoa.de/parken/stuttgart/am-marienplatz/ und https://www.apcoa.de/parken/stuttgart/suedtor/ .

Anmeldung:

An der Veranstaltung können SIETAR- Mitglieder kostenfrei und Nicht-Mitglieder gegen eine Teilnehmergebühr von 10,- Euro teilnehmen.

Anmeldung über Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/sietar-regionalgruppentreffen-stuttgart-161018-tickets-50538205132?utm_term=eventurl_text

 

Biographie-Tipp: Fotobücher biographisch erweitert

Wie Sie Urlaubserinnerungen unkompliziert festhalten können

Zu diesem Thema habe ich heute ein Live-Video erstellt, das Sie hier nachsehen können. (Es ist im Social-Media-Du gehalten, ich hoffe Sie sehen mir das nach). Der Reiz der Live-Videos, dass die Zuseher fragen stellen können, gilt hier zeitversetzt. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail oder kommentieren Sie diesen Beitrag, wenn Sie Anregungen haben. Ich freue mich und antworte Ihnen auf jeden Fall!

Kurzzusammenfassung:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Das glauben ich und viele Narratologen nicht unbesehen. Denn Wort und Bild gemeinsam sagen unendlich viel mehr. Hier kommt eine Anr gung wie Sie sich das mit wenig Aufwand zunutze machen können.

Im Video gebe ich Ihnen 3 Tipps, wie Sie ein einfaches Fotobuch biographisch erweitern können. Und schon haben Sie ein kleines, überschaubares biographisches Kapitel abgeschlossen. Projekte wie dieses, die so unkompliziert sind, dass sie sehr gute Chancen haben abgeschlossen zu werden, liebe ich ganz besonders. Weil sie mich zum Weitermachen motivieren!

Viel Freude beim Erinnern an Ihren Urlaub!

Ihre

Claudia Löschner

Das Biographie-Tagesseminar – was erwartet einem da?

Eine kurze Vorstellung und Übersicht des Tagesverlaufs

2C84026D-339A-4D8B-8B51-8DD1C66C2A8C

Diese im Titel  genannte Frage habe ich heute in einem Live-Beitrag auf Facebook beantwortet. Und ich stelle sie allen Interessierten hier nochmals bereit. Falls Sie gerne regelmäßige Live-Videos mit der Möglichkei,  direkt Fragen an mich zu stellen, sehen möcheten, dann folgen Sie mir einfach auf Facebook oder kommen Sie in meine Gruppe „Biographisch schreiben“. Falls Sie dort keinen Account haben haben und haben möchten, können Sie meinen Videos auch über den Blog und über Youtube (im Nachhinein, ohne den interaktiven Live-Modus) folgen.

Herzlich,

Ihre Claudia Löschner

 

 

„Meinen Alltag soll ich aufschreiben?“ Ja, unbedingt! Eine Bekräftigung

Kartoffelalltag

 

Der Alltag eines Menschen, das Gleichmaß seiner Tage und Gewohnheiten, ist zumeist das, wovon wir als Nachfahren am wenigsten wissen. Und zudem das, was wir am wenigsten recherchieren können.

Genau darum geht es mir heute erneut und im Detail. Auf meinen letzten Blog-Eintrag Wer schreibt heutzutage eigentlich seine Biographie? , indem ich diesen Standpunkt bereits entwickelte, erhielt ich eine sehr ausführliche Antwort: Sonja Richter steuerte einen Bericht über ihre eigenen Erfahrung bei der Arbeit an der Biographie ihres Großvaters bei.

Jahrelang recherchierte sie, um das Leben ihres Großvaters zusammenzutragen, viele Spuren konnte sie aufnehmen. Und doch es waren gerade die kleinen Alltag-Einzelheiten, die am Ende fehlten und dem Buch noch viel mehr persönliche Nähe und Lebendigkeit hätten verleihen können. Falls sie sich irgendwo hätten finden lassen. Doch das erwies sich in diesem Fall – durch den zeitlichem Abstand  – als unmöglich.

Daher möchte ich gern bekräftigten, was ich in meinem letzten Blogbeitrag schrieb: Unterschätzen Sie nie, wie spannend Ihr tagtägliches Leben für Ihre Nachfahren sein wird.  Kleine Episoden, alltägliche Gewohnheiten, der habituelle Umgang mit einem Gerät, die Anordnung bestimmter Dinge, fast unbewusste Rituale und oft gesagte Redensarten… All das macht unser Leben entscheidend aus. Und wenn wir uns dies bewusst machen und es aufgreifen, dann zaubert es Lebendigkeit in unser Buch.


Sonja Richter berichtet über die Arbeit an der Biographie ihres Großvaters:

„Vor dreieinhalb Jahren habe ich begonnen, über das Leben meines Großvaters zu recherchieren. Jetzt ist seine Biografie fast fertig. Ich habe allerlei Material auswerten können, vor allem seine Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg sowie Akten in verschiedenen Archiven, die seine Nazi-Vergangenheit betreffen. Ich besitze auch zahlreiche Fotos von ihm, die meisten zeigen ihn auf Gruppenfotos im Kreis seiner Verwandten, manche als Frischvermählten und als Soldat. Dazu gibt es einige Erinnerungen seiner Kinder an ihn und ganz wenige eigene Erinnerungen von mir – ich war neun, als er starb.

Dank dieser Materialien weiß ich weit mehr über ihn als über meinen anderen Großvater und meine beiden Großmütter. Doch etwas fehlt in meinem Bild von Opa: der ganz normale, unspektakuläre Alltag jenseits der Kriege. Wie war es, als er meine Oma kennen lernte? Wie war sein Leben als Ehemann und Vater? Und was hat ihn innerlich bewegt? Was bedeuteten ihm seine Frau und seine Kinder? Wie hat er die Entbehrungen und Leiden der Kriegszeit verarbeitet? Das alles festzuhalten, hat er selbst vermutlich nie für nötig gehalten. Soviel ich weiß, hat er auch nie darüber gesprochen. Doch genau das würde mich heute interessieren.

Mein Opa ist seit mehr als 40 Jahren tot und hat seine Erinnerungen mit ins Grab genommen. Wie schade! Genauso meine Oma elf Jahre später. Von ihr sind aber wenigstens zwei Tagebücher erhalten, in denen sie die ersten Lebensjahre ihrer Kinder dokumentiert und das einige Einblicke in den Familienalltag der damaligen jungen Mutter gibt. Mit welcher Begeisterung und Rührung ich darin gelesen habe!

Und dann ist da noch meine Großtante, die Malerin. Auch ihre Biografie würde ich gern schreiben. Doch gibt es außer erhaltenen Bildern und Gedichten nur wenige Erinnerungsstücke, und so gut wie nichts gibt Aufschluss über ihren Lebens- und Berufsalltag. Ich kenne nur die Ergebnisse ihres Schaffens, aber weiß nichts über den Prozess, wie ihr Atelier aussah, wann und wie sie darin gearbeitet und was sie dabei empfunden hat. Und ich kann nur erahnen, was es für sie bedeutet hat, ehe- und kinderlos geblieben zu sein, aus gesundheitlichen Gründen ihre Ausbildung zur Zeichenlehrerin abbrechen zu müssen und zeitlebens ihren Geschwistern auf der Tasche zu liegen, da sie von ihrer Malerei nicht leben konnte. Es wäre mir viel wert, das alles zu wissen. Erst das ließe mich wirklich verstehen, was für ein Mensch sie war.

Wie Claudia kann ich nur jeden dazu ermutigen, eigene Erlebnisse und Erinnerungen aufzuschreiben – oder aufschreiben zu lassen, bevor es zu spät ist. Auch wenn man glaubt, dass es ja doch niemanden interessiert – das kann sich mit der Zeit ändern. Und irgendwann ist da vielleicht eine Tochter, ein Enkel, ein Urenkel oder eine Großnichte, die überglücklich ist, wenn sie in das Leben und Denken ihrer Vorfahren eintauchen kann.“

Wilhelm Busch (1832-1908) „Lebenslauf“

Lebenslauf

Mein Lebenslauf ist bald erzählt. –

In stiller Ewigkeit verloren

Schlief ich, und nichts hat mir gefehlt,

Bis daß ich sichtbar ward geboren.

 

Was aber nun? – Auf schwachen Krücken,

Ein leichtes Bündel auf dem Rücken,

Bin ich getrost dahingeholpert,

Bin über manchen Stein gestolpert,

 

Mitunter grad, mitunter krumm,

Und schließlich mußt‘ ich mich verschnaufen.

Bedenklich rieb ich meine Glatze

Und sah mich in der Gegend um.

 

O weh! Ich war im Kreis gelaufen,

Stand wiederum am alten Platze,

Und vor mir dehnt sich lang und breit,

Wie ehedem, die Ewigkeit.


Wilhelm Busch: Sämtliche Werke und eine Auswahl der Skizzen und Germälde: Bd. 2. Herausgegeben von Rolf Hochhuth. Gütersloh 1960, S. 866.